Ausflugsziele Waldviertel abseits der Massen: Moor, Granit, Nationalpark und die besten Orte für alle, die Ruhe statt Rummel suchen.

Es gibt Regionen, die tragen ihre Schönheit laut vor sich her. Und dann gibt es das Waldviertel. Hier drängt sich nichts auf, nichts schreit nach Aufmerksamkeit. Wer Ausflugsziele im Waldviertel sucht, findet keine überfüllten Aussichtsplattformen und keine Selfie-Schlangen. Stattdessen: Granitfelsen, die seit Jahrtausenden schweigen. Moore, in denen die Zeit stehen geblieben ist. Und eine Stille, die man in Österreich kaum noch findet.
Das Waldviertel im Norden Niederösterreichs ist eine Region für Menschen, die nicht unterhalten, sondern berührt werden wollen. Für alle, die das Handy in der Tasche lassen und stattdessen hinschauen. Dieser Artikel zeigt dir die Orte, die sich lohnen — ehrlich, ohne Ranking, ohne Hype.
Natur, die man spürt: Naturparks und Moorlandschaften
Das Waldviertel ist durchzogen von Landschaften, die anderswo längst verschwunden wären. Drei Orte stehen exemplarisch dafür, was diese Region so besonders macht.
Die Himmelsleiter in Schrems ist ein Aussichtspunkt über der Moorlandschaft des Naturparks Schrems — und einer der wenigen Orte, an denen man tatsächlich über einer Landschaft steht, ohne sie zu stören. Kein Geländer-Selfie-Spot, sondern ein stiller Moment in der Höhe. Direkt nebenan liegt das UnterWasserReich, ein Naturpark mit Fischottern, Mikroskop-Liveshows und einer überraschend intimen Begegnung mit der Unterwasserwelt des Waldviertels.
Weiter nordwestlich, nahe Heidenreichstein, öffnet sich eine Landschaft, die mehr als 10.000 Jahre alt ist: das Heidenreichsteiner Moor. Über einen Prügelsteg geht man direkt über das offene Hochmoor — Torfmoos, Wollgras und der fleischfressende Sonnentau wachsen hier auf wenigen Quadratmetern. Es ist still, es riecht nach feuchter Erde, und die Welt draußen fühlt sich plötzlich weit weg an. Der Moorlehrpfad dauert etwa eine Stunde und ist ganzjährig frei zugänglich.
Granitfelsen und alte Wälder: Die Blockheide bei Gmünd
Wer Waldviertel Sehenswürdigkeiten hört und an Museen denkt, war noch nie in der Blockheide. Der Naturpark nahe Gmünd ist eine Landschaft wie aus einem anderen Erdzeitalter: meterhohe Granitblöcke, von Wind und Wetter über Millionen Jahre geformt, liegen zwischen Wiesen und Bäumen wie hingeworfen. Einige balancieren so fragil auf ihren Sockeln, dass man unwillkürlich den Atem anhält.
Die Blockheide lässt sich auf mehreren Wanderwegen erkunden, vom kurzen Spaziergang bis zur längeren Runde über den Planetenweg. Der Eintritt ist frei, der Parkplatz groß, der Andrang auch am Wochenende überschaubar. Wer danach noch Energie hat, findet in Gmünd selbst eine hübsche Altstadt mit Sgraffito-Fassaden und einer Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht.
Wildnis an der Grenze: Der Nationalpark Thayatal
Im Nordosten des Waldviertels, direkt an der tschechischen Grenze, liegt einer der kleinsten und zugleich artenreichsten Nationalparks Österreichs: das Thayatal. Während andere Nationalparks mit Gletschern oder Dreitausendern werben, setzt das Thayatal auf etwas Leiseres — und genau das macht seinen Reiz aus.
Der Fluss hat sich tief in die Landschaft gegraben, die Hänge sind steil, der Wald dicht. Hier leben Schwarzstörche, Smaragdeidechsen und mit etwas Glück begegnet man Spuren der scheuen Wildkatze, die im Thayatal eines ihrer letzten mitteleuropäischen Rückzugsgebiete hat. Die Wanderwege sind gut markiert, aber nie überlaufen. Wer an einem Wochentag hierherkommt, hat die Natur für sich.
Der Überstieg zum tschechischen Podyjí auf der anderen Flussseite macht den Nationalpark auch für Grenzgänger interessant. Vom Nationalparkhaus in Hardegg — der kleinsten Stadt Österreichs — starten mehrere Routen, die zwischen einer und vier Stunden dauern. Und Hardegg selbst, mit seiner Burg über dem Fluss und den wenigen hundert Einwohnern, ist ein Ausflugsziel für sich.
Kultur und Kulinarik: Stift Zwettl und Sonnentor
Ausflugsziele im Waldviertel beschränken sich nicht auf Natur. Zwei Orte verbinden Geschichte und Genuss auf eine Art, die zur Region passt — unaufgeregt und echt.
Das Stift Zwettl, eines der ältesten Zisterzienserstifte Österreichs, liegt im Kamptal und überrascht mit einer gotischen Kirche, einem romanischen Kreuzgang und einer Ruhe, die man in einem aktiven Kloster nicht erwartet. Die Mönche bewirtschaften das Stift seit fast 900 Jahren, und wer durch die Gänge geht, spürt diese Kontinuität. Die Führungen sind lohnenswert, der Stiftsgarten im Sommer eine kleine Oase. Das Kamptal selbst lädt zu Spaziergängen entlang des Flusses ein — ein guter Kontrast zum rauen Granit des nördlichen Waldviertels.
Ganz anderer Charakter, aber genauso verwurzelt: Sonnentor in Sprögnitz bei Zwettl. Die Bio-Kräutermanufaktur hat sich von einem kleinen Waldviertler Betrieb zu einer internationalen Marke entwickelt — und ist dabei dem Ort treu geblieben. Führungen durch die Produktion, ein Kräutergarten zum Flanieren und ein Hofladen, in dem man mehr mitnimmt als geplant. Auch bei Schlechtwetter ein Ausflugsziel, das den Weg ins obere Waldviertel lohnt.
Moor und Heilkraft: Das Moorbad Schrems
Wenige Kilometer von der Himmelsleiter entfernt liegt ein Ort, der seit Generationen für seine Heilwirkung bekannt ist: das Moorbad Schrems. Mooranwendungen gehören im Waldviertel zur Tradition — die organischen Säuren und Mineralien des Moores werden seit Jahrzehnten für Gelenk- und Hautbeschwerden genutzt. Kein Wellness-Spektakel, sondern ehrliche Anwendung mit regionalem Rohstoff.
Wer sich für die Verbindung von Natur und Gesundheit interessiert, findet hier einen Zugang, der wenig mit Hochglanz-Spas zu tun hat und viel mit dem, was die Landschaft seit Jahrhunderten hergibt. Für Radfahrer lässt sich das Moorbad gut mit einer Tour durch die Umgebung verbinden.
Wann lohnen sich Ausflüge ins Waldviertel am meisten?
Das Waldviertel ist keine reine Sommerregion — und genau das ist ein Vorteil. Im Frühling, wenn die Moorlandschaften erwachen und die Blockheide noch feucht vom Tau glänzt, hat man viele Wege ganz für sich. Der Herbst bringt Farben in die Wälder, die man so nur im Norden Niederösterreichs findet: tiefes Rot, Gold, das durch Granitfelsen bricht. Selbst der Winter hat seinen Reiz, wenn Nebel über den Teichen liegt und die Luft nach Harz und kaltem Stein riecht.
Wer überlaufene Sehenswürdigkeiten bewusst meiden will, kommt unter der Woche. Die meisten Ausflugsziele im Waldviertel — die Himmelsleiter, die Blockheide, selbst das Thayatal — sind dann nahezu menschenleer. Das ist kein Nachteil. Das ist der Punkt.
Dein Rückzugsort mitten in der Region: edelførst Baumhäuser
All diese Orte liegen in einem Radius, den man bequem an einem Tag erreicht. Und mittendrin, in einem ehemaligen Granitsteinbruch nahe Schrems, stehen fünf Baumhäuser, die das Waldviertel auf eine ganz eigene Art erlebbar machen.
Bei edelførst schläfst du zwischen Wipfeln, wachst mit Vogelstimmen auf und findest morgens eine Frühstücksbox mit regionalen Produkten vor der Tür. Kein Frühstücksbuffet, kein Nachbar in Sichtweite, kein Programm. Nur du, der Wald und die Möglichkeit, den Tag so zu gestalten, wie du es gerade brauchst — ob mit einem Ausflug zur Blockheide oder einem Tag auf der eigenen Terrasse mit einem Buch und dem Pelletsofen im Rücken.
Die fünf Häuser stehen in einem privaten, zwei Hektar großen Wald im Naturpark Schrems, nur rund eineinhalb Stunden von Wien entfernt. Jedes Baumhaus hat seine eigene Terrasse, ein modernes Bad mit Rituals-Kosmetik und eine Minibar, die bei der Ankunft gefüllt auf dich wartet. Die Adults-Only-Ausrichtung sorgt dafür, dass die Stille, die das Waldviertel auszeichnet, auch abends bestehen bleibt.
Das Waldviertel ist eine Region, die sich nicht aufdrängt. Genau wie die Orte, die in diesem Artikel stehen. Wer sie besucht, wird verstehen, warum manche Reisende immer wiederkommen — nicht trotz der Stille, sondern wegen ihr.
Alle Informationen zu den Baumhäusern und zur Buchung findest du auf edelforst.at.
Thomas Mang
Geschäftsführer & Gründer
Thomas Mang ist Unternehmer im Bereich Hospitality und Geschäftsführer der edelførst Baumhäuser. Er entwickelt und betreibt mehrere Projekte, die für außergewöhnliche Aufenthalte stehen. Seine größte Motivation ist es, Orte zu schaffen, die Menschen glücklich machen und einzigartige Emotionen vermitteln. Die Baumhäuser sind für ihn ein Ort, der ihn auch nach zahlreichen Übernachtungen immer wieder aufs Neue fasziniert.
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Fünf Baumhäuser, fünf Rückzugsorte. Jedes anders, alle besonders. Wähle das Baumhaus, das zu deiner Auszeit passt – mit King-Size-Bett, modernem Bad mit Rituals Kosmetik, Pellets-Kamin, großer Terrasse, gefüllter Minibar, Teeküche mit Sonnentor-Tee und Bio-Kaffee von Meinl. Alles für entspannte Tage mitten im Wald.












